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Wissen

Live the freedom of choice

Empowerment braucht Wissen, fundiertes Wissen, auf dem man aufbauen kann. Neue Erkenntnisse können das Bewusstsein für soziale Missstände fördern, ein gesellschaftliches Umdenken anstoßen, alternative Handlungsoptionen aufzeigen und das zwischenmenschliche Miteinander positiv in Richtung Geschlechtergerechtigkeit beeinflussen. Die Wissensbasis dazu schaffen wir mit LEA. Hier findest du zahlreiche Informationen zu frauenpolitischen Themen.

Gender Pay Gap

Österreich hat mit 17,6 % (2024) den dritthöchsten Gender Pay Gap in der EU. Nur ein Teil des Gehaltsunterschiedes von Frauen und Männer ist statistisch erklärbar. Zum Beispiel sind Frauen häufiger in Teilzeitbeschäftigung tätig. Weiters arbeiten sie vermehrt in schlechter bezahlten Branchen, wie etwa Kinderbetreuung, Kranken- und Altenpflege. Zudem unterbrechen Frauen ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt häufiger und länger als Männer. Ein großer Teil des Gender Pay Gaps bleibt allerdings unerklärbar, das bedeutet, dass sich keine statistischen Ursachen dafür finden lassen.

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Frau mit Baby und Laptop

Frauen in Führungspositionen

Die politische Repräsentation ist in Österreich noch nicht ausgewogen: So lag der Frauenanteil aller Landesregierungen in Österreich im Jahr 2024 im Durchschnitt bei 37 % und 39,8 % der österreichischen Einzelunternehmen wurden von Frauen geführt. Der geringe Frauenanteil in Führungspositionen ist unter anderem auf veraltete Geschlechterstereotype und strukturelle Hürden zurückzuführen.

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Berufswahl und Geschlecht

Die Berufswahl von Frauen in Österreich wird noch immer stärker von stereotypen Rollenbildern definiert als von persönlichen Interessen und Talenten. Mehr sichtbare weibliche Vorbilder in diesen Branchen sowie der Abbau von Stereotypen und gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen kann hier ein Ansatzpunkt für Veränderung sein.

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Frau bei der Reparatur einer Maschine

Gender Pension Gap

Niedrigere Erwerbseinkommen und Lücken im Erwerbsleben, z. B. durch Kinderbetreuungszeiten, schlagen sich auch in niedrigeren Pensionen und einem höheren Armutsrisiko bzw. Altersarmut von Frauen nieder. Kurz gesagt: Die Pensionshöhe ist ein Spiegel von Unterschieden im Erwerbsleben. Daten des Dachverbandes der österreichischen Sozialversicherung zeigen, dass die durchschnittliche Höhe der Alterspensionen (brutto inkl. zwischenstaatlicher Teilleistungen) der Frauen 2024 1.563 Euro und jene der Männer 2.620 Euro betrug. Die mittleren Alterspensionen der Frauen waren somit um 40,3 % niedriger als die der Männer.

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Beratung bei Diskriminierung

Du bist von Diskriminierung betroffen? Die Gleichbehandlungsanwaltschaft bietet allen betroffenen Personen ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot. Auch der Diskriminierung am Arbeitsplatz kann vorgebeugt werden. Dabei werden Unternehmen und Organisationen von der Gleichbehandlungsanwaltschaft bei der präventiven Gleichstellungsarbeit unterstützt. Als Arbeitnehmerin oder Arbeitgeberinnen oder als betroffene Person kannst du aber auch gleich direkt einen Antrag auf Überprüfung der Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes einbringen, wenn du eine derartige Verletzung vermutest.

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Gespräch zwischen zwei Frauen

Eine Publikation zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich findest du hier (PDF):
bmfwf.gv.at