Gender Pension Gap
Die gesetzliche Pensionsversicherung ist die wichtigste Säule für die Absicherung im Alter in Österreich. Gerade hier zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Niedrigere Erwerbseinkommen und Lücken im Erwerbsleben, z. B. durch Kinderbetreuungszeiten, schlagen sich auch in niedrigeren Pensionen und einem höheren Armutsrisiko bzw. Altersarmut von Frauen nieder. Kurz gesagt: Die Pensionshöhe ist ein Spiegel von Unterschieden im Erwerbsleben.
Daten des Dachverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger zeigen, dass die durchschnittliche Höhe der Alterspensionen der Frauen 2024 brutto (14-mal jährlich; ohne zwischenstaatliche Teilleistungen) 1.563 Euro und jene der Männer 2.620 Euro betrug. Frauen erhielten damit im Durchschnitt eine um 40,3 % niedrigere Alterspension als Männer. Je nach Berechnungsgrundlage liegt der Unterschied sogar bei rund 46,7 %.
Gender Pension Gap in der EU
Innerhalb der Europäischen Union bewegt sich der Gender Pension Gap – unter Berücksichtigung der Pensionen von Personen ab 65 Jahren – auch im Jahr 2024 auf einem hohen Niveau. Die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten sind weiterhin deutlich ausgeprägt: Während laut EU-SILC 2024 der höchste Wert in Malta mit rund 40 % verzeichnet wird, weisen einige Länder nur sehr geringe geschlechtsspezifische Differenzen bei den Pensionen auf. Zu den Staaten mit besonders niedrigen Werten zählen unter anderem Estland und Montenegro.
Österreich liegt im EU-Vergleich weiterhin unter den Ländern mit den höchsten geschlechtsspezifischen Pensionsunterschieden und nimmt hinter Malta und den Niederlanden den dritten Rang ein. Damit zählt Österreich zu jenen Staaten mit einem besonders hohen Gender Pension Gap und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt.
Quellen: