Jiaran Wang
Mein Beruf:
Gründerin und CEO von The Leading Space und Expand Future GmbH
Steckbrief
- Mein Beruf leicht erklärt:
- Ich helfe Unternehmen dabei, künstliche Intelligenz und Automatisierungen sinnvoll in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Dabei konzipiere und implementiere ich AI-gestützte Business-Systeme, zum Beispiel für Marketing, Vertrieb, Kundengewinnung und interne Abläufe. Ich verbinde bestehende AI-Technologien mit den tatsächlichen Prozessen und Bedürfnissen eines Unternehmens. So entstehen Systeme, die nicht nur technisch funktionieren, sondern Menschen im Alltag wirklich entlasten. Mit Expand Future unterstütze ich außerdem internationale Unternehmen beim Markteintritt und verbinde sie mit passenden Märkten, strategischen Partnern, Netzwerken und wirtschaftlichen Möglichkeiten zwischen Europa und Asien.
- An meinem Beruf finde ich spannend...
- … dass wir gerade eine grundlegende Veränderung unserer Arbeitswelt erleben. AI kann heute Aufgaben übernehmen, die früher viele Stunden manueller Arbeit erfordert haben. Mich fasziniert dabei aber nicht nur, was technisch möglich ist. Mich beschäftigt vor allem die Frage, wie wir diese Technologien so einsetzen können, dass sie unser Leben und unsere Arbeit tatsächlich verbessern. Ich glaube deshalb nicht an eine Zukunft, in der Menschen gegen Maschinen arbeiten. Ich glaube an eine Zukunft, in der wir das Beste aus beiden Welten verbinden.
- Darum habe ich mich für meinen Beruf entschieden...
- Ich habe in meiner eigenen unternehmerischen Arbeit erlebt, wie viel Zeit durch manuelle, schlecht strukturierte und wiederkehrende Aufgaben verloren geht. Gleichzeitig sehe ich, dass viele Unternehmen AI-Tools kaufen, ohne vorher zu klären, welches Problem sie damit eigentlich lösen möchten. Deshalb beginne ich nicht mit der Technologie, sondern mit dem Menschen und dem Unternehmensprozess. Seit ich Mutter bin, ist mir noch bewusster geworden, dass Zeit unsere wertvollste Ressource ist. Wenn Technologie uns Routineaufgaben abnimmt, gewinnen wir mehr Raum für gute Entscheidungen, Kreativität, Familie, Gesundheit und echte Begegnungen.
- Mein Freundeskreis sagt über mich:
- Dass ich komplexe Zusammenhänge schnell erfasse und häufig Verbindungen zwischen Themen, Menschen oder Märkten erkenne, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören. Sie würden wahrscheinlich auch sagen, dass ich groß denke, sehr neugierig bin und Schwierigkeiten eher als lösbare Aufgaben als als endgültige Grenzen betrachte. Und vermutlich würden sie hinzufügen, dass ich manchmal schon drei neue Möglichkeiten sehe, während andere noch über die erste nachdenken.
- Ich engagiere mich für Gleichberechtigung, weil...
- … die technologische Zukunft von den Menschen geprägt wird, die sie entwickeln, einsetzen und mit ihren Entscheidungen gestalten. Wenn Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder andere unterrepräsentierte Gruppen in diesen Prozessen fehlen, fehlen auch ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven in den entstehenden Lösungen. Ich möchte insbesondere Mädchen und Frauen ermutigen, Technologie nicht nur zu konsumieren, sondern sie zu verstehen, anzuwenden und aktiv mitzugestalten. Als Mutter denke ich dabei auch an die nächste Generation. Ich wünsche mir, dass Mädchen später nicht mehr überlegen müssen, ob Technologie, Unternehmertum oder Führung etwas für sie sein könnte. Sie sollen ganz selbstverständlich wissen: Dieser Raum gehört auch mir. Echte Gleichberechtigung bedeutet für mich deshalb nicht nur Ermutigung. Sie bedeutet Zugang zu Wissen, Netzwerken, Technologie und wirtschaftlichen Möglichkeiten.
- Als Kind wollte ich...
- … Konzertpianistin, Archäologin und Psychologin werden. Rückblickend ging es mir dabei immer darum, etwas zu entdecken, Menschen zu verstehen und Dinge sichtbar zu machen, die vorher verborgen waren. Als Pianistin wollte ich Schönheit und Emotion mit anderen teilen. Als Archäologin wollte ich Zusammenhänge und verborgene Geschichten entdecken. Als Psychologin wollte ich verstehen, wie Menschen denken und fühlen. Heute verbinde ich diese unterschiedlichen Perspektiven in meiner Arbeit: die Kreativität und Disziplin der Musik, die analytische Suche nach Mustern und mein Interesse an Menschen, Entscheidungen und Veränderung.
- In meiner Freizeit mache ich gerne...
- … Musik, Yoga, Reisen und neue Kulturen entdecken. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und meinem Hund und brauche regelmäßig bewusste Ruhephasen.
- Diesen Rat hätte ich als junger Mensch gerne bekommen
- Du musst nicht alles wissen, bevor du beginnst. Und: Lass dich nicht davon abschrecken, wenn du in einem Raum zunächst anders bist als die Mehrheit. Du musst dich auch nicht für nur eine Seite von dir entscheiden. Du darfst analytisch und kreativ, ehrgeizig und sensibel, Unternehmerin und Künstlerin, Mutter und Visionärin gleichzeitig sein. Deine Perspektive kann genau das sein, was diesem Raum bisher gefehlt hat.
- Meine größte Stärke:
- Ich verbinde analytisches Denken mit Kreativität. Mein musikalischer Hintergrund als Konzertpianistin hilft mir, Muster, Rhythmus und komplexe Strukturen schnell zu erkennen und daraus Systeme zu entwickeln, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch zum Menschen und zum Unternehmen passen.
- Meine größte Schwäche:
- Ich muss mich deshalb bewusst bremsen, priorisieren und auch gute Möglichkeiten ablehnen, wenn sie nicht zu meinem aktuellen Fokus passen. Das fällt mir nicht immer leicht. Aber ich habe gelernt: Nicht jede gute Idee verdient sofort Umsetzung.