Der LEA-Jugendsummit 2026
22.10.2026
Gemeinsam für mehr Gleichstellung
Knapp 100 Jugendliche aus vier Bundesländern kamen am 14. Oktober 2026 zum vierten LEA-Jugendsummit nach Wien. Unter dem Motto„Break it and Shape it!“ setzten sie sich einen Tag lang mit stereotypen Rollenbildern, gesellschaftlichen Erwartungen und ihren eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung auseinander. Die Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in die Lebensrealitäten der Jugendlichen.
Die Schüler:innen der Sekundarstufe aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg nutzten die Gelegenheit, eigene Perspektiven einzubringen, gesellschaftliche Rollenbilder kritisch zu hinterfragen und gemeinsam Lösungsansätze für eine geschlechtergerechtere Zukunft zu entwickeln. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner begrüßte die Jugendlichen persönlich und eröffnete damit den interaktiven Tag, der Bewusstseinsbildung mit Selbstwirksamkeit verband.
Lebensnahe Workshops und kreative Lösungsansätze
In abwechslungsreichen Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Facetten der Gleichstellung. Die Themen reichten von digitaler Medienkompetenz über Intersektionalität und Rassismuskritik bis hin zu gewaltfreiem Miteinander, Creative Writing und Theaterpädagogik. Die partizipativen Formate regten dazu an, eigene Erfahrungen zu reflektieren und Ideen für mehr Gleichstellung zu erarbeiten. In einem Peer-to-Peer-Austausch mit dem LEA-Jugendbeirat wurden darüber hinaus persönliche Perspektiven und Wünsche in Bezug auf Diskriminierung und Gleichstellung aufgegriffen und gemeinsam reflektiert.
©Aslan Kudrnofsky
Geschlechterungerechtigkeit im öffentlichen Raum besonders häufig erlebt
Die Befragungsergebnisse des 4. LEA-Jugendsummits zeigen deutlich, in welchen gesellschaftlichen Sphären Jugendliche geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung besonders häufig erleben:
- Öffentlicher Raum: 75 %
¾ der Jugendlichen erleben Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im öffentlichen Raum. Dazu gehören zum Beispiel Belästigung, Catcalling, das Sicherheitsgefühl und der Einsatz von Zivilcourage. - Digitaler Raum: 63 %
Knapp ⅔ der Jugendlichen empfinden ungleiche Behandlung im digitalen Raum. Beispielsweise bei Schönheitsidealen, Körperbildern, Hate Speech oder algorithmusgesteuerten stereotypen Inhalten. - Familiäres Umfeld: 63 %
Auch in der Familie, beispielsweise bei Haushalts- und Betreuungsaufgaben, Taschengeld, Regeln und Freiheiten erleben ⅔ der Mädchen und Burschen eine ungleiche Behandlung.
Die Erfahrungen der Jugendlichen liefern wertvolle Impulse, um bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen und gemeinsam wirksame Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu entwickeln.
LEA bedankt sich bei allen Jugendlichen, Lehrkräften und Mitwirkenden, die den vierten Jugendsummit mit ihrem Engagement und ihren Beiträgen bereichert haben.